Universum

US-Wissenschaftler zweifeln an künstlichen Strukturen im All

5. Oktober 2061

Nach der Präsentation der Entdeckung unnatürlicher Strukturen im Universum hat es erste Zweifel an der Relevanz der Erkenntnisse gegeben. So hat der Kosmologe Ethan Sawyer Bedenken hinsichtlich der vorgetragenen Herangehensweise angemeldet.

Der US-Wissenschaftler sehe in der Arbeit „ein klassisches Beispiel für die Grenzen interdisziplinärer Wissenschaft“. Wer in yottabytegroßen Datenmengen nach Mustern suche, sei mit großer Wahrscheinlichkeit erfolgreich. So könne man erwarten, dass in der DMXIII-Database „einfache Muster milliardenfach und komplexere Muster immerhin dutzendfach“ zu finden seien.

„Aliens sind die Weihnachtsmänner Erwachsener.“

Unterstützung erhält er durch Victoria Bennett von der Kalifornischen Universität Berkeley. Die Astrophysikerin beobachte bereits die Mobilmachung der Verschwörungstheoretiker im net und warnt vor falschen Schlüssen: „Aliens sind die Weihnachtsmänner Erwachsener. Jede glaubwürdige Analyse kommt gegenwärtig zu dem Ergebnis, dass intelligentes, außerirdisches Leben unwahrscheinlich ist.“ Natürlich könne man mit den Farben der Jenni-Thesen abenteuerliche Bilder malen. Doch redliche Wissenschaftler sollten stets ausloten, wann sie die „Grenzen zur Phantasie überschreiten“.

Da die Erkenntnisse Jennis derzeit von mehreren Wissenschaftlern überprüft werden, ist in den kommenden Wochen mit weiteren Stellungnahmen zu rechnen.

Empfangen und veröffentlicht: 5. Oktober 2016


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