Kritik am Echtzeit-Thriller

Thriller „Port Louis II“ sorgt mit 4,8 Milliarden Zuschauern für Rekord – und Kritik

21. Oktober 2061

Der am Mittwoch im net übertragene Echtzeit-Thriller „Port Louis II“ ist weltweit vielfach kritisiert worden. Beschwerden hat es vor allem zur RTimeSync-Funktion gegeben. Die automatische Synchronisierung der in neun Sprachen live agierenden Schauspieler war durch Lags oft nicht lippensynchron.

Auch der erstmals eingesetzte crime scene shield (css) sorgte für viel Kritik. Der technische Schutz sollte verhindern, dass Zuschauer sich gewalttätigen Szenen virtuell zu stark nähern konnten. Installiert wurde der Schutz auf Druck von Politikern mehrerer Länder. Sie hatten die Brutalität des letzten Echtzeit-Thrillers kritisiert. So hätten manche Szenen auf das Publikum vor allem im Nahbereich verstörend gewirkt. Nach Einsatz des css beschwerten sich nun wiederum viele über die mitunter starke Einschränkung der Bewegungsfreiheit in der virtuellen Umgebung.

Außerdem gab es auch dieses Jahr wieder Kritik an den Übertragungszeiten. Der Thriller begann zugunsten von Zuschauern in westamerikanischen Zeitzonen zwei Stunden später als im letzten Jahr. Vor allem Japaner und Australier machten ihrem Unmut darüber Luft. Sie mussten nun bis in die Morgenstunden wach bleiben, wenn sie das vierstündige Schauspiel live erleben wollten.

Trotz aller Kritik hat das Ereignis mehrere Rekorde gebrochen. Alle Szenen wurden in Echtzeit von 92 Schauspielern und über 1600 Statisten gespielt. Die Schauplätze verteilten sich auf elf Länder in vier Kontinenten. Und mit 4,8 Milliarden Zuschauern verfolgte das Ereignis erstmals mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.

Empfangen und veröffentlicht: 21. Oktober 2016


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