Sphärenmusik im All

Streit um entdeckte Muster im All und Sphärenmusik

31. Oktober 2061

Ein Disput zwischen zwei Wissenschaftlern nach der Entdeckung musikalischer Strukturen im All hat gestern weltweites Interesse auf sich gezogen. Ausgangspunkt der Diskussion ist das Statement des US-amerikanischen Dirigenten und Musikwissenschaftlers Jackson Hobbs.

„Musik ist die Sprache der Natur“

In einem öffentlich per netmes geführten Meinungsaustausch vertrat er die Ansicht, dass harmonische Elemente im Universum keine Seltenheit seien. „Musik ist die Sprache der Natur“, so Hobbs in seiner Darstellung. Es sei kein Wunder, dass die Umsetzung der Bewegungsmuster von Planeten in Musik bereits seit Jahrzehnten kommerziell verwertet wird.

Der österreichische Musiktheoretiker und Beethoven-Forscher Tim Hundertmark V wiedersprach energisch: „Es geht hier nicht um eine Neuinterpretation des aus der Antike stammenden Begriffs der Sphärenmusik.“ Die Idee der Sphärenmusik sei in einer Zeit entstanden, in der die Erde für den Mittelpunkt des Universums gehalten wurde. Hobbs Äußerung gehe daher am Thema vorbei.

„Inzwischen wurden Muster in der dunklen Materie gefunden, die sowohl vertikalen als auch horizontalen Komponenten von Musikwerken entsprechen“, betonte Hundertmark. Damit gebe es Übereinstimmungen der Strukturen im All sowohl mit der Harmonik als auch mit der Melodik bestimmter Kompositionen. „Strukturen dieser Qualität entspringen nicht einfach dem Geist der Natur, sondern dem Geist des Menschen. Oder einer höheren Ordnung.“

Empfangen und veröffentlicht: 31. Oktober 2016


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