Künstliche Intelligenz Software

Folgenschwerer Durchbruch: Künstliche-Intelligenz-Programm verbessert sich selbst

14. Oktober 2061

Zwei indischen Forschern ist ein Durchbruch im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) gelungen. Die Wissenschaftler entwickelten XAHO, ein KI-Programm, das seinen Programmcode selbst optimiert. Ähnliche Experimente gibt es bereits seit mehreren Jahrzehnten. Erstmals aber hat sich nach Angaben der Forscher ein Programm mit künstlicher Intelligenz über fünf Code-Generationen hinweg selbst weiterentwickelt.

Um bestimmte Vorgaben zu erreichen, analysiert und verbessert XAHO seinen eigenen Programmcode. Dadurch entsteht eine neue Generation des Codes. Nach jeder weiteren Ausführung erfolgt eine erneute Eigenanalyse mit nachfolgender Selbstoptimierung. Ziel dieser rekursiven Methode ist die Bewältigung von Problemen, an der die menschliche Intelligenz bisher scheiterte.

Die KI-Forscher arbeiten bereits seit 14 Jahren an dem Projekt. Vor allem die Entwicklung einer geeigneten Programmiersprache für eine Software mit künstlicher Intelligenz hat mit acht Jahren mehr Zeit beansprucht als geplant. Bei XAHO handelt es sich um das erste Großprojekt mit dieser Sprache.

„Es fällt mir schwer, meine Begeisterung für dieses Programm zu verbergen.“

Das KI-Programm berechnet Niederschlagsprognosen aufgrund großer Datenmengen. Für 74 von 78 ausgewählten indischen Orten konnten die Prognosen mit jeder neuen, von XAHO selbst entwickelten Programmcode-Generation verbessert werden. „Wir benötigten lange, um die Auslöser der Ideen zu verstehen, die XAHO zu den Verbesserungen der letzten beiden Code-Generationen führten“, verriet einer der beiden Entwickler.

Erste Reaktionen aus der Fachwelt sind positiv. So erklärte der britische KI-Forscher Quintin Pike IV: „Es fällt mir schwer, meine Begeisterung für dieses Programm zu verbergen.“ Allein die Architektur der Sprache sei revolutionär.

Die kanadische Professorin für Computerwissenschaften Ada Case verwies auf die „gigantische Codebasis“. Das Verfahren nachzuvollziehen werde für die Wissenschaft zur Mammutaufgabe. „Aber das ist fast nichts im Vergleich zur Herausforderung, den Menschen die Ängste vor der künstlichen Intelligenz zu nehmen.“ Sie sprach damit Diskussionen über die Bedrohung unbegrenzter KI-Selbstverbesserung für den Menschen an.

Empfangen und veröffentlicht: 14. Oktober 2016


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