Künstliche Intelligenz: Gefahren

Gefahren durch künstliche Intelligenz: Resolution im UN-Sicherheitsrat

28. Oktober 2061

Frankreich hat Maßnahmen gegen die aktuellen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) gefordert. Auf einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats legte das Land eine Resolution zur Abwehr von Gefahren durch KI vor.

In dem Entwurf wird eine weltweite Kontrolle gefordert. Alle großen Forschungsprojekte im Bereich der künstlichen Intelligenz sollen demnach zukünftig überwacht werden. „Durch permanente Kontrollen, vergleichbar den Safeguards der Atomenergiebehörde, können wir bedrohliche Entwicklungen rechtzeitig stoppen“, erklärte die französische UN-Botschafterin Lola Olive I. Sie verwies auf Studien, die der künstlichen Intelligenz vor allem in Verbindung mit der Robotik unkalkulierbare Risiken bescheinigen. Sechs dokumentierte Todesfälle in Verbindung mit Jiqi5-Robotern seien Belege für die Gefahr.

Brasilien, wie Frankreich eines der zehn ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, unterstützt den Entwurf. Der UN-Botschafter Brasiliens Pedro Perreira warnte: „Beherrsche den Dämon, bevor er dich beherrscht.“ Für KI-Projekte innerhalb eines bestimmten finanziellen Rahmens seien begleitende Studien ausreichend. „Forschungsprojekte, die darüber hinausgehen, sollten jedoch global zentralisiert werden“, forderte Perreira.

„Die Hysterie entspringt vermutlich virtuellen Fiktionen wie ‚binaryx alarm‘ oder ‚Brian vs. Brain‘.“

Die USA, China und Indien sind weltweit führend auf dem Gebiet der KI-Forschung. Vertreter dieser Länder sehen keine Notwendigkeit einer Überwachung. „Frankreich ist den Nachweis einer akuten Bedrohung schuldig geblieben. Tragische Unfälle mit Maschinen belegen nicht deren Intelligenz, sondern deren Dummheit“, betonte ein indischer Diplomat nach der Sitzung.

Der US-Botschafter Herbert Altendorf bemerkte: „Künstliche Intelligenz ist noch Lichtjahre von menschlicher Intelligenz entfernt. Die Hysterie entspringt vermutlich virtuellen Fiktionen wie ‚binaryx alarm‘ oder ‚Brian vs. Brain‘.“ Die Dringlichkeitssitzung wurde ohne Beschlüsse beendet. In zwei Jahren soll die Situation neu bewertet werden.

Empfangen und veröffentlicht: 28. Oktober 2016


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