Flugsicherung Cyberangriff

Cyberangriff verursachte Notlandung in London

3. Oktober 2061

Manipulationen des Flugsicherungssystems haben die Notlandung eines Flugzeugs in London verursacht. Das hat die britische Flugsicherung auf einer Pressekonferenz bestätigt. Demnach führten gefälschte Flugbewegungen zu Warteschleifen und prophylaktischen Ausweichmanövern der Passagiermaschine. Der nachfolgende Treibstoffmangel hat die Piloten schließlich zur Notlandung des Flugzeugs gezwungen.

„Nichts ist einer Staatsmacht unwürdiger als ein Cyberangriff.“

Der britische Premierminister Alfie Wright III zeigte sich schockiert: „Ich bin fassungslos und zutiefst traurig. Meine Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen.“ In seiner Stellungnahme verwies er auf Berichte zu Angriffen auf britische Netzwerke in den letzten Wochen. Es gebe konkrete Hinweise, dass die Attacken von Ägypten aus ausgeführt worden seien.

„Nichts ist einer Staatsmacht unwürdiger als ein Cyberangriff. Sollte sich der Verdacht gegen die ägyptische Regierung bestätigen, wird sich Großbritannien gegenüber Ägypten nicht mehr an Jakarta gebunden fühlen“, warnte Wright. Der Jakartavertrag verbietet Angriffe auf zivile Ziele mit Mitteln der Informationstechnik. Das Abkommen wurde 2041 auf einer Konferenz in der indonesischen Hauptstadt beschlossen. Bis heute sind dem Jakartavertrag 124 Länder beigetreten, darunter Ägypten und Großbritannien.

Auslöser des Vertrags waren die verheerenden Folgen wechselseitiger Cyberangriffe im Dritten Japanisch-Chinesischen Krieg. Von den net-Attacken war zunächst die Infrastruktur militärischer Einrichtungen betroffen. Später folgten Krankenhaus-, Bank- und Verkehrssysteme. Experten gehen davon aus, dass Cyberangriffe die meisten der 160.000 Todesopfer des Krieges forderten.

Empfangen und veröffentlicht: 3. Oktober 2016


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