Gefälschte Medikamente

Über eine Million Todesopfer durch Arzneimittelfälschungen

7. Oktober 2061

1,03 Millionen EUropäer haben im vergangenen Jahr durch gefälschte Medikamente ihr Leben verloren. Allein in Deutschland ist es zu 98460 Todesfällen gekommen. Das berichtet das Netzwerk EUropa unter Berufung auf eine Statistik der EU-Kommission. Damit gab es in den 41 Mitgliedsstaaten der EU erstmals mehr als eine Million Todesopfer durch Arzneimittelfälschungen.

Bundesgesundheitsminister Derrick Casper II hat inzwischen eine internationale Initiative angekündigt. „Es handelt sich um ein globales Problem, das global bekämpft werden muss“, so der Grünen-Politiker.

„Wer die Wahl hat, an Speiseröhrenkrebs zu sterben oder gefälschte Medikamente auf dem Schwarzmarkt zu besorgen, wird nicht lange zögern“

Die SGD-Vorsitzende Zoe Pauli 7 sieht in der „Klientelpolitik des Gesundheitsministers“ eine der Ursachen für die „katastrophale Entwicklung“. So fragt sie: „Was nützt es, wenn heute viele Krankheiten als besiegt gelten, deren Bekämpfung aber oft nicht versichert ist?“ Die Mehrheit könne sich keine Tarife leisten, die über die Grundversicherung hinausgehen. „Diese Menschen werden auch weiterhin an Krebs, Tswana, Alzheimer oder wie zuletzt sogar wieder an Aids sterben.“

Die SGD-Vorsitzende verweist damit auf den Fall eines Serben, der vor einer Woche als erster EUropäer seit sieben Jahren an Aids verstarb. „Wer die Wahl hat, an Speiseröhrenkrebs zu sterben oder gefälschte Medikamente auf dem Schwarzmarkt zu besorgen, wird nicht lange zögern“, vermutet sie.

Studien hatten ergeben, dass es sich bei über 60 Prozent aller auf dem Schwarzmarkt angebotenen Arzneimittel um Fälschungen handelt. In vielen Fällen sind diese verunreinigt oder fehlprogrammiert. Abschließend fordert Pauli eine subventionierte Aufnahme aller Krebs- und Demenztherapien in die Grundtarife der Versicherungen. „Gesundheitliche Solidarität muss wieder ein Schlüsselwert unserer Gesellschaft werden.“

Empfangen und veröffentlicht: 7. Oktober 2016


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