Anschlag auf Mammufant in Moskau

Mammufantenbaby nach Anschlag in Moskau eingeschläfert

16. September 2061

Cynthia, das Mammufantenbaby, ist gestern Abend im Moskauer Zoo eingeschläfert worden. Das teilte der Sprecher des Zoos heute auf einer Pressekonferenz mit. „Cynthias kritischer Zustand ließ den Tierärzten keine Wahl“, so der Sprecher. Die durch den Anschlag am Vortag verursachten Verletzungen seien zu groß gewesen.

Cynthia, eine Kreuzung aus Wollhaarmammut und asiatischem Elefanten, ist bereits das vierte Opfer der Natural-Born-Front (NBF). Die militante Tierschutzorganisation hat sich inzwischen zu dem Anschlag bekannt.

„Mission Moscow Mammutant“

Wie bei den vorausgehenden Attacken war eine AIRCAT11 eingesetzt worden. Mit Hilfe der Militärdrohne sollte dem Tier ein Nervengift injiziert werden. Die Injektion war nicht erfolgreich. Sie hatte jedoch Reaktionen des Tieres ausgelöst, die zu mehreren Knochenbrüchen führten.

Unmittelbar vor dem Anschlag hatte die NBF mit der Drohne Hunderte Mindisplays verteilt. Auf den Displays mit der Headline „Mission Moscow Mammutant“ waren unter anderem Dokumentationen verendeter Hybriden nach genetischen Experimenten zu sehen.

„Und das vor den Augen vieler schockierter Kinder.“

In einer ersten Stellungnahme kündigte ein Sprecher des Klonkonsortiums hrus.Group an, die letzten drei Exemplare der Mammufanten „mit allen Mitteln“ zu schützen. „Die Tierhasser unter dem Deckmantel einer Schutzorganisation haben die beliebtesten und erfolgreichsten Zootiere der Welt getötet. Und das vor den Augen vieler schockierter Kinder“, beklagte der Sprecher.

Nach dem Anschlag in Moskau ist ein Termin zur Wiederaufnahme von Klonverhandlungen mit der UNESCO von der hrus.Group abgesagt worden.

Empfangen und veröffentlicht: 16. September 2016


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